22.10.2026, Startseite

Herzlicher Empfang, ernste Themen

Die Stadt Walldorf freute sich über den Besuch der Gäste aus der Partnerstadt Saint-Max am Kerwe-Sonntag. Foto: Stadt Walldorf

Besuch aus der französischen Partnerstadt Saint-Max am Kerwe-Sonntag

Fortgeführt wurde die schöne Tradition, dass die Stadt Walldorf am Kerwe-Sonntag eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Saint-Max willkommen heißen darf. Bürgermeister Eric Pensalfini, der erste Beigeordnete Philippe Chaufer, die Beigeordneten Erika Cosset und Francis Ladent sowie weitere Gemeinderäte und Mitglieder des Comité de jumelage aus Saint-Max zählten zu den Besuchern. Bürgermeister Matthias Renschler, die für Städtepartnerschaften zuständige Fachbereichsleiterin Hanni Derr sowie Vertreterinnen und Vertreter des Deutsch-Französischen Freundeskreises nahmen sie herzlich in Empfang.

Musikalisch begrüßt wurden die Gäste in Walldorf von Rudi Sailer und seinem Akkordeonorchester, das für sie und alle weiteren Zuhörer auf der Bühne vor der Sparkasse die Europahymne (Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“) und die Eurovisionsmelodie (das Präludium aus dem Te Deum des französischen Barockkomponisten Marc-Antoine Charpentier) zum Besten gab. Zu einem gemeinsamen Mittagessen gesellte sich auch die kleine Delegation aus der Partnerstadt Walldorf/Werra in Thüringen mit Ortsteilbürgermeisterin Ute Pfeiffer. Dabei war ausreichend Gelegenheit für viele Gespräche über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg. Bei aller gegenseitigen Herzlichkeit und Freundschaft ging es dieses Mal allerdings nicht ganz so unbeschwert wie bei vielen früheren Treffen zu: Denn die Gäste zeigten sich von den schweren Ausschreitungen im Zusammenhang mit der kommenden Präsidentschaftswahl in ihrem Heimatland doch sehr betroffen.

So ist es nach den Worten von Eric Pensalfini am vergangenen Wochenende auch in der Nachbarstadt Nancy (im Dezember traditionell Ziel einer Walldorfer Delegation aus Gemeinderat, Verwaltung und Stadtkapelle zum großen Saint-Nicolas-Umzug) zu Plünderungen, Sachbeschädigungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Nach einem Bericht des Saarländischen Rundfunks sind im Departement Meurthe-et-Moselle (zu dem unter anderem Saint-Max und Nancy gehören) laut Angaben der Präfektur am Samstag, 17. Oktober, 23 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. 25 Personen sind demnach festgenommen worden. Landesweit, so der Bericht weiter, wurden mehr als 2000 Personen festgenommen, über 600 Beamte wurden nach Angaben des französischen Innenministeriums verletzt. Frankreich wählt am 18. April 2027 den Nachfolger des amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron, der nach zwei Amtszeiten in Folge nicht erneut gewählt werden darf.