26.08.2026, Startseite
In die Welt von Batman, Wonder Woman und Groot eingetaucht
Der Tag als Superheld war für alle Beteiligten ein großer Spaß. Foto: Stadt Walldorf
Nicht nur die Kinder finden den Ferienspaß im Museum in Speyer super
Da war am Ende auch der Bürgermeister ganz begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass das so toll ist“, gibt Matthias Renschler zu, der zusammen mit rund 20 Kindern im Rahmen des Ferienspaßes einen Tag im Historischen Museum der Pfalz in Speyer verbracht hat. Dort gibt es zurzeit eine ganz besondere Ausstellung mit dem Titel „Superheroes“ – also Superhelden.
Begleitet werden die Kinder neben dem Bürgermeister auch von Lena Zimmermann, die den Ausflug gemeinsam mit Heike Käller (beide vom Fachdienst Kultur und Sport) organisiert hat, sowie von Dominic Manuel aus der Öffentlichkeitsarbeit.
Gleich zu Beginn stellt sich heraus: Die Kinder sind mit Namen wie Batman, Superman, Wonder Woman, Groot und Wolverine bestens vertraut. Das bemerkt auch Arne, ein Mitarbeiter des Museums, der die Walldorfer Gruppe durch die Ausstellung führt. „Welche dieser Figuren gab es zuerst?“, will Arne von den Kindern wissen. „Superman“ lautet die Antwort, auf die nicht alle sofort kommen. 1938 hatte die Comicfigur ihren ersten Auftritt. Das ist nur einer von vielen interessanten Fakten, die die Kinder im Laufe der Führung erfahren.
Die Ausstellungsstücke, die teils in Vitrinen, teils an den Wänden zu sehen sind oder als Figuren im Raum stehen, sorgen für viele staunende Blicke. Alles stammt aus privaten Sammlungen, informiert Arne. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen: Gefilmt werden darf nicht, fotografiert nur ohne Blitz. Dafür bekommt man beeindruckende Exponate zu sehen, die zum Teil einzigartig sind. Eine lebensgroße Spiderman-Figur steht in netzwerfender Pose bereit, was später noch als Motiv für das gemeinsame Erinnerungsfoto dienen soll.
Viele bekannte Superhelden und Superheldinnen sind zu sehen, und Arne informiert über ihre jeweiligen Entstehungs- und Hintergrundgeschichten. Kein Superheld ohne Antagonisten, also ohne Gegenspieler. Auch sie bekommen Raum, darunter Venom, der Grüne Kobold, der Joker und Harley Quinn.
An einer Station können die Kinder mithilfe von Kugeln abstimmen, welche Figur aus einer Auswahl von fünf Superhelden und Superheldinnen ihnen am besten gefällt. Das Walldorfer Ergebnis ist am Ende relativ ausgeglichen: Superman, Spiderman, Catwoman, Wonder Woman und Black Panther liegen nah beieinander. Bei anderen Gruppen ist es meistens deutlicher, verrät Arne. Der stets unbeliebteste Superheld? Superman! „Weil der einfach zu gut ist und vielen damit zu langweilig.“ Die beliebteste Figur bei der Abstimmung sei meistens Black Panther.
Während ein großer Teil der Ausstellung den großen amerikanischen Comicverlagen Marvel und DC gewidmet ist, gibt es aber auch eine Sektion, die die Welten einer anderen großen Comic-Nation vorstellt: die japanischen Mangas. Pokémon, Sailor Moon und Co. sind den Kindern natürlich ein Begriff. Dass One Piece die erfolgreichste Comicreihe der Welt ist, hätten auch sie nicht gedacht.
Die kurzweilige und informative Führung gibt auch Gelegenheit, in einem Filmstudio vorbeizuschauen, das vor allem aus einer Green-Screen-Wand besteht. Dadurch können später digitale Hintergründe in die Filmaufnahmen eingefügt werden. Mit einem grünen Umhang können Menschen auf der Videoleinwand so scheinbar verschwinden, wie Arne an einem Mädchen aus der Gruppe demonstriert.
Nach der Führung dürfen die Kinder in einem gesonderten Raum Platz nehmen und ihre eigenen Sprechblasen basteln. Dafür stehen Materialien wie verschiedene Soundwörter („Boom“, „Pow“, „OMG“) und wolkenartige Gedankenblasen in verschiedenen Größen zur Verfügung. Diese werden mithilfe von Schablonen auf Karton in den gewünschten Farben abgezeichnet und ausgeschnitten. Drei Ebenen pro Sprechblase sollen so zusammenkommen und, übereinandergelegt, einen 3-D-Effekt erzeugen. Das endgültige Zusammensetzen sollen die Kinder dann aber aus Gründen der besseren Transportfähigkeit zu Hause erledigen.
Damit ist das Abenteuer „Superheroes“ im Museum aber noch nicht beendet: Die Kinder haben noch Zeit zur freien Verfügung und können ihre eigene Superheldengeschichte weiterverfolgen. Mit Armbändern haben sie Zugang zu Computern, die auf der Ausstellungsfläche verteilt stehen, und können darüber die „Chronox Saga“ erleben. Zuerst müssen sie dafür einen eigenen Charakter erstellen, der nach Eingabe des ersten Buchstabens des Vornamens und des Geburtsmonats zugewiesen wird. Außerdem dürfen die Kinder ihren Avataren noch passende Outfits aussuchen. Das Superheldenabenteuer wird über verschiedene Stationen erzählt und bietet unter anderem kurzweilige Rätsel.
„Eine klasse Ausstellung, die auch mir die Welt der Superhelden nähergebracht hat“, zieht Bürgermeister Matthias Renschler vor der Abfahrt nach Walldorf ein positives Fazit zum Ausflug ins Museum in Speyer. Zum Abschluss geht es noch ins Rathaus, wo die Kinder im Ratssaal zum Pizzaessen eingeladen sind.