21.04.2026, Startseite
Künstlergruppe setzt sich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinander
Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag, 21. Mai, zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen. Foto: Stadt Walldorf
Ausstellung „Bilder im Wandel“ noch bis 21. Mai im Rathaus zu sehen
Mit zahlreichen Gästen feierte die Künstlergruppe die Vernissage zu ihrer neuen Ausstellung „Bilder im Wandel“ im Rathaus. Der Erste Beigeordnete Otto Steinmann begrüßte die Gäste und freute sich, dass die Künstlergruppe „erneut Farbe ins Rathaus bringt“. Damit werde eine über die Jahre gehende Tradition fortgeführt. Steinmann hieß die zehn Künstlerinnen und Künstler im Rathaus „herzlich willkommen“ und lobte zudem Stefan Zirkel, der mit seiner musikalischen Umrahmung der Vernissage für Musik von „höchster Qualität“ sorge. Zirkel sang passend zum Einstieg auch von „Bildern der Fantasie“, die „niemals schwarz und weiß“ und „nicht alles grau und gleich“ sind und traf damit den Ton der Ausstellung sehr gut.
Der Kunsthistoriker Dr. Helmut Orpel führte in die Ausstellung ein, deren Konzept die Konfrontation früherer Werke der Künstlerinnen und Künstler mit aktuellen Werken sei. „Bilder im Wandel“ sei eine Einladung „zu einer Art werkbezogener Selbstreflexion“. Die Erkenntnis, die daraus folge, sei für den Künstler oft überraschender als für den Betrachter. Es zeigen sich Brüche, Verwerfungen oder Neuanfänge, so Orpel. Laut ihm sind in der Ausstellung „Spuren der Auseinandersetzung des Künstlers, der Künstlerin mit sich selbst und seiner Umwelt zu sehen sind“.
Gezeigt werden Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen, die mit verschiedenen Techniken gefertigt wurden, beispielsweise Öl, Acryl, Aquarell und Handzeichnungen. Dr. Helmut Orpel ging auf die Arbeiten jedes einzelnen Künstlers ein: Bei Rita Hausen etwa lasse sich die Idee der Ausstellung gut nachvollziehen, denn „in ihren aktuellen Arbeiten ist eine Technik weiter vorangetrieben, deren Anwendung bereits im letzten Jahr zu bemerken war“. Hans Klemm befasste sich laut Orpel ursprünglich mit der Batik und widmet sich heute abstrakter Malerei – „eine Landschaftsmalerei der besonderen Art“. Und Stefanie Kolb konfrontiert ihre aktuellen Bilder, die durch einen ornamentalen Aufbau und helle, stimmungsvolle Farben gekennzeichnet sind, mit früheren Arbeiten, mit klassisch aufgebauten Stillleben. Hier werde deutlich, dass die Malerin „den imaginären Bildraum sprengte und die Form hin zum Ornament auflöste“.
Mila Müller, die Vorsitzende der Künstlergruppe und ebenfalls ausstellende Künstlerin, bedankte sich herzlich bei allen von städtischer Seite Beteiligten, die die Ausstellung möglich machten. „Sie haben aus dem Chaos eine wunderbare Ausstellung gezaubert.“ Sie dankte außerdem Stefan Zirkel für die musikalische Umrahmung und Dr. Orpel für die Einführung: „Sie erklären uns die Kunst so gut, dass wir selbst ganz beeindruckt sind von unseren Bildern“, sagte Müller schmunzelnd.
Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste auf Einladung der Stadt bei einem Glas Sekt oder Saft Gelegenheit, sich die Ausstellung in Ruhe anzusehen und mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Info: Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag, 21. Mai, zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.