22.04.2026, Umwelt- und Klimaschutz
Mithilfe der Bevölkerung ist gefragt
Referent Artin Tokatlian von der ICYBAC GmbH stellte unter anderem Grundlegendes zur Herkunft der Tigermücke dar. Foto: Stadt Walldorf
Vortrag zur Asiatischen Tigermücke stieß auf großes Interesse
Mit einem Vortrag in Kooperation von Volkshochschule und Stadt Walldorf hat die diesjährige Öffentlichkeitsarbeit zur Asiatischen Tigermücke begonnen, die einen wichtigen Bestandteil der Bekämpfungsstrategie darstellt. „Ohne bürgerliche Mithilfe und Beteiligung wird die Bekämpfung keine Verbesserung mit sich bringen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können die Belästigungen für alle gering gehalten werden“, erklärt dazu Benedikt Seelbach aus dem städtischen Fachdienst Umwelt. Weitere Informationsmöglichkeiten für die Bevölkerung wird es nach seinen Worten mit regelmäßigen Ständen auf dem Wochenmarkt, Haustür-Aktionen, Pressemitteilungen und über Verteilung von Informationsmaterial geben.
Der gut zweistündige Vortrag im Alten Rathaus stieß auf reges Interesse und mit rund 30 Interessierten aus Sicht der Verantwortlichen gut besucht. Referent war Artin Tokatlian von der ICYBAC GmbH, die sich im Auftrag der Stadt Walldorf um die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke kümmert. Er stellte Grundlegendes zur Herkunft der Tigermücke dar, erläuterte, was sie hier in Deutschland so erfolgreich macht, was ihr Auftreten auch in Bezug auf tropische Krankheiten bedeutet, ging auf die Ergebnisse aus dem letztjährigen Monitoring ein und zeigte auf, was die Erkenntnisse aus dem letzten Jahr für die Bekämpfung 2026 bedeuten. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, den Referenten ausgiebig zu befragen, sodass sich eine lebhafte Diskussion ergab.
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und hat von Mai bis Ende September Saison. Sie brütet in Wasserstellen, die sie in Gärten und auf Terrassen findet, und kann zu starken Belästigungen führen und die Lebensqualität erheblich mindern. Es ist möglich, dass sie Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika Viren überträgt. „Das Risiko hierfür ist in Deutschland zwar noch sehr gering, erhöht sich jedoch ohne Bekämpfung. Ausbrüche von Chikungunya in Straßburg in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze sollten uns weiter sensibilisieren“, so Artin Tokatlian.
Die Tigermücke ist etwa sechs Millimeter groß, schwarz-weiß gefärbt, hat fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen, deren Ende weiß ist, und einen weißen Längsstreifen am Rücken des Vorderkörpers. Sichtungen meldet man per E-Mail an report@icybac.de mit der Adresse des Fundorts und mindestens einem Bild der Mücke oder über das Meldetool auf der Homepage https://tigermuecke-icybac.de/melden.
Alle Informationen zur Asiatischen Tigermücke sind hier zusammengefasst: www.walldorf.de/rathaus/buergerservice/asiatische-tigermuecke.