17.07.2026, Startseite

Schulzentrum evakuiert

Das Schulzentrum musste am Freitag wegen eines Gasalarms vorsorglich evakuiert werden. Foto: Stadt Walldorf

Gaswarnanlage schlug an

Schreck in der Morgenstunde: Das Schulzentrum musste am Freitag kurz vor Unterrichtsbeginn evakuiert werden. Grund war der Verdacht auf einen Gasaustritt. Verletzt wurde niemand, die Schülerinnen und Schüler wurden gegen 10.15 Uhr auf den Heimweg geschickt, als abzusehen war, dass das Gebäude während der regulären Unterrichtszeiten nicht mehr betreten werden kann. Eine Fachfirma, die für die Anlage zuständig ist, bezifferte die Zeit für eine sorgfältige Überprüfung auf fünf bis sechs Stunden. Am frühen Nachmittag soll dann entschieden werden, ob das für den Abend (ab 17 Uhr) geplante Schulfest des Gymnasiums stattfinden kann oder kurzfristig abgesagt werden muss.

„Eine optische Anzeige der Gaswarnanlage“, so der stellvertretende Kommandant Jurek Dudler, hatte zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr geführt. „Wir haben die Stadtwerke hinzugezogen.“ Die Messgeräte zeigten nach seinen Worten allerdings keine auffälligen Werte. Dennoch wollten alle Beteiligten auf Nummer sicher gehen. Die zuständige Fachfirma wurde angefordert, um die sogenannte Gebrauchsfähigkeitsprüfung vorzunehmen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden sie an dieser Stelle gemeldet.

„Es hat alles gut geklappt“, sagte Jens Albrecht, der Rektor der Theodor-Heuss-Realschule, über die Evakuierung der Schüler und Lehrer. „Die Räumung des Gebäudes lief gesittet und schnell“, ergänzte Jürgen Brunsch, Direktor des Gymnasiums. „Im geübten Ablauf eines Brandmeldealarms“ (Albrecht) ging es für alle zunächst zur Sammelstelle an der Reservistenhütte, ehe entschieden wurde, die Schüler in den Stadionbereich zu verlagern, weil dort mehr sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen und es weniger beengt zugeht. Über einen Getränkehändler und die Mensa wurde die Versorgung mit Getränken und Essen der Schüler sichergestellt. Vorsorglich stand auch ein Krankenwagen bereit. „Über die schulischen Plattformen haben wir die Eltern auf dem Laufenden gehalten“, sagte Albrecht. Bürgermeister Matthias Renschler war ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Noch nicht klar war allerdings zunächst, wann die Schülerinnen und Schüler ihre Rucksäcke und Ähnliches aus dem Gebäude holen können. Für alle, die ohne Hausschlüssel auf ihre Eltern warten musste, wurde die Mensa geöffnet. Das Gymnasium musste die Überprüfung durch die Fachfirma abwarten, um zu entscheiden, ob das Schulfest stattfinden kann. Und Realschul-Leiter Albrecht sorgte sich um die im Gebäude verbliebenen Abschlusszeugnisse seiner Schüler – die Entlassfeier soll noch am selben Abend in der Astoria-Halle über die Bühne gehen.