03.06.2026, Startseite

Warum die Sanierung der Schwetzinger Straße notwendig ist

Die Schwetzinger Straße wird im zweiten Bauabschnitt saniert. Foto: Stadt Walldorf

Neben der Fahrbahn sind auch Kanäle und Leitungen stark erneuerungsbedürftig

Die Stadt Walldorf plant die Sanierung des zweiten Bauabschnitts der Schwetzinger Straße. Den Baubeschluss hat der Gemeinderat im April gefällt. Der Abschnitt zwischen den Kreuzungen Hintere Grabenstraße/Hildastraße und Rennbahnstraße/Bleichstraße soll dabei grundlegend erneuert werden. Die Arbeiten werden nach aktuellem Stand Ende Oktober/Anfang November beginnen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund 13 Monate betragen, die Fertigstellung ist demnach für Anfang 2028 vorgesehen. Zwar ist für die Maßnahme eine Vollsperrung der Straße notwendig, allerdings wird sie bewusst in zwei Abschnitte unterteilt, damit die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner ihre Grundstücke länger erreichen beziehungsweise auch früher wieder anfahren können.

Die Sanierung ist aus städtischer Sicht notwendig, weil die Straße und Teile der unterirdischen Infrastruktur wie Entwässerung, Kanal, Wasser, Strom und Beleuchtung stark erneuerungsbedürftig sind. Zugleich soll der Straßenraum neu geordnet und an heutige technische Anforderungen angepasst werden, um seine Funktion langfristig zu sichern. Darüber hinaus dient die Maßnahme dazu, die Verkehrssituation für Fußgänger insgesamt sicherer und besser nutzbar zu machen. Der zweite Bauabschnitt schließt direkt an den ersten an, der 2021/22 saniert worden war.

Vorgesehen sind unter anderem die Erneuerung der Fahrbahn, die Neugestaltung der Gehwege und Nebenflächen sowie Verbesserungen bei Entwässerung, Kanal, Wasser, Stromversorgung und Straßenbeleuchtung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer besseren Nutzbarkeit des Straßenraums. So werden barrierefreie Querungsmöglichkeiten geschaffen und im Bereich der Hardtstraße ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Darüber hinaus sind Parkmöglichkeiten entlang der Ostseite sowie Baumpflanzungen und Pflanzkübel zur gestalterischen Aufwertung und für mehr Grün im öffentlichen Straßenraum vorgesehen.

Der Radverkehr wird auch künftig im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt, da die räumlichen Verhältnisse keinen separaten Radweg zulassen. Das soll auch durch Piktogramme auf der Fahrbahn deutlich gemacht werden. Die Stadt investiert rund zwei Millionen Euro in die Sanierung. Zusätzlich werden für die Stadtwerke Walldorf Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro anfallen.
Während der Bauzeit wird der Busverkehr eine Umleitungsstrecke fahren. Für betroffene Kleinstunternehmen hat der Gemeinderat eine Unterstützung über das städtische Baustellen-Förderprogramm beschlossen. Eine Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen, Anwohner und Interessierte ist im Herbst rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahme geplant.