05.08.2026, Kultur & Freizeit

Gäste lernten Walldorf kennen

Gruppenbild mit Gästen: die Besucherinnen und Besucher aus den Partnerstädten auf ihrer Tour durch den Tierpark. Foto: Stadt Walldorf

Führungen durchs Schulzentrum, den Tierpark und die Astoria-Sporthalle

Zum großen Jubiläumswochenende „125 Jahre Stadtrechte“ durfte sich die Stadt Walldorf über den Besuch zahlreicher Gäste aus den Partnerstädten Saint-Max, Astoria, Freeport und Walldorf/Werra sowie der befreundeten Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler freuen. Neben den offiziellen Anlässen, wie den Einträgen ins goldene Buch der Stadt oder dem Festakt in der Astoria-Halle, gab es über das Wochenende auch viele Gelegenheiten zu freundschaftlichen Begegnungen und Gesprächen. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich zudem sehr daran interessiert, mehr über Walldorf zu erfahren.

Am Sonntagmorgen trennten sich nach dem gemeinsamen Besuch des ökumenischen Gottesdienstes auf dem Schulgelände zunächst die Wege: Während die amerikanischen Gäste auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises dessen 25-jähriges Bestehen in der Mensa des Schulzentrums mitfeierten, war die Gruppe aus Saint-Max vom Deutsch-Französischen Freundeskreis zum Picknick ins AQWA eingeladen – natürlich durfte auch gebadet werden und der Minigolfplatz wurde ebenfalls getestet. Die Delegationen aus Walldorf/Werra und Bad Neuenahr-Ahrweiler wurden von den Stadträtinnen Katrin Siebold und Petra Marx zum gemeinsamen Mittagessen begleitet und genossen anschließend einige Programmpunkte auf der Open-Air-Bühne.

Für den Nachmittag hatte die Stadt dann Führungen durchs Schulzentrum, den Tierpark und die Sporthalle der Astoria-Halle organisiert, die unter den Gästen auf großes Interesse stießen. Die beiden Schulleiter, Jürgen Brunsch (Gymnasium) und Jens Albrecht (Theodor-Heuss-Realschule), nahmen sich viel Zeit, das Gebäude vorzustellen, in dem sich täglich mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler aufhalten. Dabei wurden vor allem die verschiedenen Fachräume neugierig betrachtet und natürlich auch über die Unterschiede der Schulsysteme in Frankreich, den USA und Deutschland diskutiert – teils dreisprachig, aber immer so, dass letztlich alle alles verstehen konnten.

Im Tierpark führten David Högerich, der Leiter des für die Einrichtung verantwortlichen Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft, und Tierpfleger Tim Zeller die Gäste über die weiträumige Anlage. Sie vermittelten anschaulich, was sich hier in den vergangenen Jahren getan hat und mit der neuen Konzeption noch tun soll: so die Neuordnung der Gehege, das stärkere Augenmerk auf heimische Tierarten und die Anstrengungen im Artenschutz. Letztere ließen sich besonders gut am Nerz-Gehege zeigen, das im Frühjahr und beginnenden Sommer ein Weibchen beherbergte, das hier sechs Junge zur Welt brachte, die inzwischen über das Auswilderungsprogramm des Vereins EuroNerz auf eine Insel in Estland gebracht werden konnten. Nachfolger ist nun wieder bis zum kommenden Frühjahr ein männlicher Nerz, den die Tierpfleger mit viel Humor „Friedrich“ getauft haben.

Vor allem für die französischen Gäste war zum Abschluss die Sporthalle der Astoria-Halle interessant, da in Saint-Max gerade über einen Neubau nachgedacht wird. Sie hatten zudem schon am Freitagabend ein besonderes Erlebnis: Denn kurz nach dem Ende des offiziellen Festakt-Programms traf eine Schülergruppe des Gymnasiums wieder am Schulzentrum ein, die von Walldorf nach Saint-Max geradelt war. Montags hatte Bürgermeister Matthias Renschler die 16 Schüler und vier Lehrkräfte mit den besten Wünschen auf die Reise verabschiedet, am Freitag waren sie nach mehr als 300 Kilometern um die Mittagszeit in Saint-Max empfangen worden – von Bürgermeister Eric Pensalfini und einigen Gemeinderäten, die sich anschließend direkt auf den Weg zum Jubiläum nach Walldorf machten. Und hier traf man sich nun nur wenige Stunden später wieder: Neben den Bürgermeistern Renschler und Pensalfini hießen aus Saint-Max auch der Erste Beigeordnete Philippe Chaufer und die für Städtepartnerschaften zuständige Beigeordnete Erika Cosset die Schüler – die die Heimreise mit dem Bus angetreten hatten – in Walldorf willkommen.