23.09.2026, Startseite
Musiktage im Zeichen des Jubiläums
Die Walldorfer Musiktage gehen von 26. September bis 11. Oktober über die Bühne. Grafik: Stadt Walldorf
Festivalprogramm inspiriert von „125 Jahren Stadtrechte“
Das Programm der Walldorfer Musiktage (26. September bis 11. Oktober) ist von einem ganz besonderen Jubiläum inspiriert: Vor 125 Jahren, im September 1901, hat Großherzog Friedrich I. von Baden Walldorf die Stadtrechte verliehen. Dem Jubiläum „125 Jahre Stadtrechte“ widmen sich deshalb auch die Musiktage, Auftakt ist an diesem Wochenende. Die Theatergruppe Forum84 und die Heimatfreunde laden für Samstag, 26. September, 19 Uhr, zu einer szenischen Lesung ins Rathaus ein, verbunden mit atmosphärischer Musik. Am Sonntag, 27. September, 16 Uhr, widmen sich im JUMP-Café Marcus Imbsweiler und Dr. Timo Jouko Herrmann im „Musiktage Talk“ der Musik an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei, es sind allerdings Einlasskarten erforderlich.
Das erste Konzert des Festivals findet am Donnerstag, 1. Oktober, 19 Uhr, im Rathaus statt: „Singende und klingende Geografie“ heißt das Programm mit Thomas Dorn (Tenor) und dem Ensemble Operino auf historischen Instrumenten. Dass Walldorf heute als weltoffene Stadt Heimat für Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen ist, soll sich in diesem Programm mit Musik von Georg Philipp Telemann widerspiegeln. Dieser musikalische Tausendsassa galt zur Zeit des Barock als berühmtester Komponist Europas. Er beschäftigte sich intensiv mit der Musik verschiedener Völker und machte sein Publikum in vielen Werken mit den Eigenheiten anderer Kulturkreise bekannt.
Am Sonntag, 4. Oktober, 19 Uhr, entführt in der Laurentiuskapelle das Leopold Ensemble um seine Gründerin Sabine Goetz mit einem abwechslungsreichen Programm in den Salon der jüdischen Familie Geissmar in Mannheim. Dort trafen sich um die Jahrhundertwende Kunstschaffende aus nah und fern und es stand vor allem die Musik im Mittelpunkt: Man spielte aktuelle Werke von Gustav Mahler, Robert Kahn und Richard Strauss, aber auch Historisches von Wolfgang Amadeus Mozart, Louis Spohr und Johannes Brahms wurde zu Gehör gebracht.
Die weiteren Konzerte der Walldorfer Musiktage: Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Astoria-Halle, „Als die Bilder laufen lernten“ mit Pianist Jens Schlichting, der zu historischen Stummfilmen improvisiert, darunter zwei Filme, die Szenen aus dem Walldorf zwischen den beiden Weltkriegen zeigen; Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr, evangelische Stadtkirche, „Festmusiken aus Barock und Klassik“ mit Kateryna Kasper (Sopran) und dem Ensemble Operone unter der Leitung von Timo Jouko Herrmann mit Werken von Georg Friedrich Händel, Carl Heinrich Graun, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Martin Kraus.
Info: Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro) sowie Einlasskarten für die beiden kostenlosen Veranstaltungen gibt es in Walldorf in der Buchhandlung Dörner und an der Rathaus-Pforte.