16.09.2026, Startseite
Musiktage starten mit Lesung und Talk
Die Walldorfer Musiktage widmen sich vom 26. September bis 11. Oktober dem Jubiläum 125 Jahre Stadtrechte. Grafik: Stadt Walldorf
Programm ist vom Jubiläum „125 Jahre Stadtrechte“ inspiriert
Das Programm der kommenden Walldorfer Musiktage (26. September bis 11. Oktober) ist von einem ganz besonderen Jubiläum inspiriert: Vor 125 Jahren, im September 1901, hat Großherzog Friedrich I. von Baden dem damals noch vom bäuerlichen Leben geprägten Walldorf die Stadtrechte verliehen. Für die kleine Gemeinde war das ein Meilenstein in ihrer Entwicklung, der in diesem Jahr bereits mit einigen Veranstaltungen zum Jubiläum „125 Jahre Stadtrechte“ gewürdigt worden ist. Deshalb widmen sich auch die Musiktage, statt sich wie üblich eines Komponisten oder einer Epoche anzunehmen, dieses Mal einem außermusikalischen Thema.
Als Hinführung an die Konzertreihe lädt die Theatergruppe Forum84 zusammen mit der Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde für Samstag, 26. September, 19 Uhr, zu einer mit atmosphärischer Musik verbundenen szenischen Lesung ins Rathaus ein. Mit einem Text von Gustl Riemensperger verspricht der Abend eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Zeitreise in die Historie der Stadt. Einen Blick auf die Musik an der Schwelle zum 20. Jahrhundert werden dann tags darauf im lockeren Gespräch und garniert mit vielen klingenden Beispielen der Schriftsteller und Musikwissenschaftler Marcus Imbsweiler und der städtische Musikbeauftragte Dr. Timo Jouko Herrmann im „Musiktage Talk“ werfen (Sonntag, 27. September, 16 Uhr, JUMP-Café). Zur Zeit der Stadterhebung Walldorfs entstanden im Spannungsfeld zwischen der Rückbesinnung auf große Traditionen und dem Aufbruch in neue künstlerische Welten viele wegweisende Werke. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei, es sind allerdings kostenlose Platzkarten notwendig.
Am Donnerstag, 1. Oktober, 19 Uhr, spielt im Rathaus dann die Musik: „Singende und klingende Geografie“ heißt das Programm mit Thomas Dorn (Tenor) und dem Ensemble Operino auf historischen Instrumenten. Dass Walldorf heute als weltoffene Stadt Heimat für Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen ist, soll sich in diesem Programm mit Musik von Georg Philipp Telemann widerspiegeln. Dieser musikalische Tausendsassa galt zur Zeit des Barock als berühmtester Komponist Europas. Er beschäftigte sich intensiv mit der Musik verschiedener Völker und machte sein Publikum in vielen Werken mit den Eigenheiten anderer Kulturkreise bekannt.
Die weiteren Konzerte der Walldorfer Musiktage: Sonntag, 4. Oktober, 19 Uhr, Laurentiuskapelle, „Salon Geissmer – Erinnerungen an eine musikalische Familie“ mit dem Leopold Ensemble und unter anderem Werken von Gustav Mahler, Robert Kahn und Richard Strauss; Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Astoria-Halle, „Als die Bilder laufen lernten“ mit Pianist Jens Schlichting, der zu historischen Stummfilmen improvisiert, darunter zwei Filme, die Szenen aus dem Walldorf zwischen den beiden Weltkriegen zeigen; Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr, evangelische Stadtkirche, „Festmusiken aus Barock und Klassik“ mit Kateryna Kasper (Sopran) und dem Ensemble Operone unter der Leitung von Timo Jouko Herrmann mit Werken von Georg Friedrich Händel, Carl Heinrich Graun, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Martin Kraus.
Info: Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro) sowie Einlasskarten für die beiden kostenlosen Veranstaltungen gibt es in Walldorf in der Buchhandlung Dörner und an der Rathaus-Pforte.