15.07.2026, Umwelt- und Klimaschutz
Wachsamkeit im Juli besonders wichtig
Ausbreitung der Asiatischen Hornisse eindämmen
Um die Ausbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse einzudämmen, ist auch in den kommenden Monaten die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Im Juli beginnt für die Tiere eine besonders wichtige Phase: Die Königinnen konzentrieren sich bereits seit einigen Wochen ausschließlich auf die Eiablage. Dadurch wachsen die Nester kontinuierlich weiter, sodass die Primärnester im Laufe des Sommers zu klein werden.
Aus diesem Grund errichten die Asiatischen Hornissen ein zweites, sogenanntes Sekundärnest, in das die Völker meist ab Ende Juli umziehen. Diese Nester befinden sich häufig freihängend in Bäumen, teilweise in großer Höhe. Sie können jedoch auch in einer Höhe von lediglich ein bis drei Metern angelegt werden.
Mit der zunehmenden Größe der Nester steigt im Juli auch die Zahl der Sichtungen deutlich an. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Tiere zu, wodurch das Gefahrenpotenzial wächst. Insbesondere niedrig hängende Nester können eine Gefahr für Menschen darstellen. In der Nähe ihres Nestes reagieren Asiatische Hornissen empfindlich auf Erschütterungen und können ihr Nest verteidigen.
Deshalb ruft die Stadt dazu auf, die Umgebung aufmerksam zu beobachten – auch im oberen Bereich von Bäumen und Sträuchern. Das Auffinden, Melden und fachgerechte Entfernen der Nester leistet einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse und zur Verringerung des von ihr ausgehenden Gefahrenpotenzials.
Die Asiatische Hornisse ist an ihrem überwiegend dunklen Körper, einem gelb-orangefarbenen Hinterleib sowie den charakteristischen gelben Beinen zu erkennen. Sichtungen einzelner Tiere oder von Nestern sollten möglichst mit einem Foto über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) unter www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden gemeldet werden. Für eine sichere Identifizierung ist ein Foto unerlässlich. Es sollte entweder das gesichtete Tier oder ein Nest mit einer darauf sitzenden Hornisse zeigen. Andere Insekten, insbesondere die geschützte Europäische Hornisse, dürfen dabei keinesfalls geschädigt werden.
Nach der Verifizierung und Bestätigung durch die Universität Hohenheim sollte das Nest fachgerecht entfernt werden. Informationen zum weiteren Vorgehen werden mit der Bestätigungs-E-Mail der Universität Hohenheim übermittelt. Die fachgerechte Entfernung von Primär- und Sekundärnestern gilt als die wirksamste Maßnahme, um die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen.
Eine Liste der autorisierten Nestentferner in Baden-Württemberg ist unter https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/vespavelutina-meldeplattform abrufbar.
Für weitere Informationen steht der Fachdienst Umwelt der Stadt Walldorf unter Telefon 06227/35-1234 oder per E-Mail an umweltschutz@walldorf.de zur Verfügung.