23.07.2026, Startseite

Walldorf feiert gemeinsam mit Freunden

Empfang im Rathaus zum Jubiläumswochenende und Eintrag ins goldene Buch: (vorne v.li.) Bürgermeister Matthias Renschler mit Robert T. Kennedy (Bürgermeister von Freeport) und Andy Davis, dem Ersten Beigeordneten von Astoria, gemeinsam mit den US-amerikanischen Gästen, Gemeinderäten, der Verwaltungsspitze und Mitgliedern der Feuerwehr und des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises. Foto: Helmut Pfeifer

Empfang im Rathaus für die Gäste aus den Partnerstädten Astoria und Freeport

„Vielen Dank für die wunderbare Rede und die herzliche Begrüßung. Es ist uns eine Ehre, hier zu sein“, sagt Robert T. Kennedy, der Bürgermeister der Walldorfer Partnerstadt Freeport im Staat New York, nach der Begrüßung durch Bürgermeister Matthias Renschler im Ratssaal. „Sehr erfreut“ ist auch Andy Davis, der Erste Beigeordnete der Partnerstadt Astoria in Oregon. „Es ist schön, diese Freundschaft fortführen zu können“, sagt er. „Ich danke Ihnen allen für Ihr Kommen und wünsche uns schöne Begegnungen, gute Gespräche und ein unvergessliches Jubiläumswochenende“, rückt zuvor Bürgermeister Renschler den Anlass für den Besuch der weitgereisten Gäste in den Mittelpunkt: das große Jubiläum „125 Jahre Stadtrechte“, das in Walldorf am Samstag und Sonntag mit einem bunten Programm gefeiert wird.

Das Jubiläum, so Renschler, sei „Anlass zur Freude, zum Rückblick auf die Vergangenheit, zum Ausblick auf die Zukunft, aber vor allem zum gemeinsamen Feiern“. Umso schöner sei es, „dass wir dieses Fest nicht allein begehen, sondern gemeinsam mit Freunden“. Der Bürgermeister freut sich über das „sichtbare Zeichen der Verbundenheit und der gewachsenen Freundschaft über Ländergrenzen hinweg“. Er kündigt für den Freitag weitere Gäste an, die aus der französischen Partnerstadt Saint-Max in Frankreich, aus der Partnerstadt Walldorf/Werra in Thüringen und aus der eng mit Walldorf befreundeten Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Ahrtal hinzustoßen werden. „Ich freue mich sehr, dass wir alle miteinander unser Jubiläum feiern. Und ich freue mich, dass unsere Gäste sich hoffentlich auch untereinander gut kennenlernen“, sagt Matthias Renschler.

„Die Beziehungen zu unseren Partnerstädten sind für uns alle in Walldorf etwas ganz Besonderes“, erklärt der Bürgermeister. Mit Astoria verbinde vor allem die Theodor-Heuss-Realschule ein lebendiger Austausch, der nicht nur die Städte, sondern vor allem die Jugend einander näherbringe und immer wieder aufs Neue zeige, wie wertvoll internationale Begegnungen seien. „Mit Freeport verbindet uns insbesondere die herzliche Freundschaft unserer Feuerwehren, die ein schönes Beispiel dafür ist, wie partnerschaftliche Beziehungen ganz praktisch gelebt und mit Leben erfüllt werden.“ Gerade solche Begegnungen machten Städtepartnerschaften zu weit mehr als einem offiziellen Band, so Renschler. „Sie schaffen persönliche Kontakte, fördern gegenseitiges Verständnis und lassen echte Freundschaften entstehen. Darauf können wir alle sehr stolz sein.“

Der Bürgermeister bedauert, dass man einer Einladung aus Astoria zum 100. Geburtstag der Astoria Column wegen der Terminkollision mit dem eigenen Jubiläum nicht folgen konnte. Zumal das Wahrzeichen Astorias gleich einen doppelten Bezug zu Walldorf habe: In Teilen finanziert wurde es nämlich von William Vincent Astor, einem Urenkel des aus Walldorf stammenden Johann Jakob Astor, dessen Pelzhandelsfirma Astoria seinen Namen verdankt. Und es liegt am Criegee Circle, einer Straße, die nach dem früheren Walldorfer Bürgermeister Dr. Jürgen Criegee benannt worden ist. Er hoffe, so Matthias Renschler, diesen Besuch schon bald nachholen zu können. „Denn es ist uns wichtig, den Austausch mit unseren Freunden in Astoria weiterhin lebendig zu halten und zu pflegen.“ Das gelte auch für Freeport, das er 2023 mit einer Walldorfer Delegation besucht habe und dessen Bürgermeister Bob Kennedy zuletzt mit einer großen Besuchergruppe zur Kerwe 2025 in Walldorf weilte.

„Ich habe mich schon gefragt, ob ich bis hier zur Kerwe hier bleiben kann“, sagt Kennedy dann auch mit einem Schmunzeln, freut sich auf kommende Besuche aus Walldorf in Freeport und gratuliert herzlich zum Jubiläum. Andy Davis hebt für Astoria die Bedeutung des Schulaustauschs mit der Walldorfer Realschule hervor: Es sei großartig für die jungen Leute, Deutschland und Walldorf kennenlernen zu dürfen. Bruce Conner, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Astoria, gratuliert Walldorf ebenfalls zum Jubiläum und freut sich, wieder einmal hier zu Besuch zu sein.

Die Schlussworte gebühren Donald „Mouse“ Mauersberger, ehemaliger Kommandant der Freeporter Feuerwehr: Er selbst komme seit rund 40 Jahren nach Walldorf, einige seiner Kameraden sogar schon länger. „Das ist eine sehr spezielle Zeit für viele von uns“, meint er. Die Welt sei in vielerlei Hinsicht verrückt geworden und aus den Fugen geraten. „Vielleicht kann unsere Freundschaft ein wenig davon kitten“, sagt er.

Zum Abschluss des kleinen Empfangs werden Geschenke ausgetauscht und alle Gäste tragen sich ins goldene Buch der Stadt ein. Anschließend gibt es bei Getränken und Snacks die Gelegenheit zum Gespräch über Länder- und Städtegrenzen hinweg. Alle freuen sich auf ein schönes Wochenende mit vielen weiteren Begegnungen.