6. Weidbuche

Im Staatswald stehen noch einige mächtige, sehr alte Buchen und Eichen, deren rundliche Kronenform vermuten lässt, dass sie nicht in einem geschlossenen Bestand, sondern freistehend gewachsen sind. Ihre untersten Äste setzen nicht erst in großer Höhe, sondern oft waagerecht in 2-3 m Höhe am Stamm an.

Zum Teil wurden einzelne Buchen und Eichen dadurch in ihrem Wachstum gefördert, dass man umliegende Bäume schlug. So entwickelten sie Kronenformen, wie sie für freistehende Bäume typisch sind.

Diese Bäume sind Zeugen einer Form der Waldnutzung, die heute aus unserer Kulturlandschaft verschwunden ist: die Waldweide. Die proteinreichen Eicheln und Bucheckern wurden vor allem von Schweinen gefressen, während Kühe und Pferde das Laub der Bäume bis in die für sie erreichbare Höhe abfraßen.

Wald

Einige Bäume im Staatswald haben noch die Zeit der Waldweide miterlebt